Anregungs- und Ereignismanagement
„AEM“ ist die Kurzform von „Anregungs- und Ereignismanagement“ und bei den Stadtwerken Rodgau seit 2013 auf Homepage und später auch auf der RodauApp zu finden. Es ist ein Meldesystem, das Menschen nutzen, um bestenfalls noch am Standort des Geschehens, mit den Stadtwerken in Kontakt zu treten.
Anzahl der Meldungen
Gemeldet wurden in den letzten zweieinhalb Jahren 546 defekte Straßenbeleuchtungen, 104 Straßenschäden und 1076 illegale Müllablagerungen. Seit 2025 können auch Fundfahrräder direkt gemeldet werden, es waren 16 bisher. Die Meldungen gehen bei den Stadtwerken Rodgau ein und werden per Mail an die zuständige Organisationseinheit weitergeleitet. Ist eine Meldung abgearbeitet, erhalten die Meldenden eine Rückmeldung per Mail. 80 Prozent der Meldungen werden noch am gleichen Tag beseitigt und dann ist der Schaden behoben, der Müll entsorgt und die Räder bestenfalls beim Ordnungsamt zur nächsten Fundversteigerung abgegeben. 20 Prozent der Meldungen werden in maximal 48 Stunden erledigt. Bei Letzteren handelt es sich meist um größere Ablagerungen. Hier kann auch schon mal ein Kranwagen zum Einsatz kommen. Das AEM hilft den Stadtwerken, nicht nur den eigentlichen Einsatzort zu lokalisieren, sondern auch bereits mit notwendiger Ressource ausgestattet anzukommen.
Was gemeldet wird
Deswegen sind möglichst genaue Beschreibungen der Situation im Meldesystem wichtig. Und so finden sich neben der brummenden Straßenlaterne, 45 Hausmüllsäcken oder 30 Rollen Spargelabdeckplane mit Durchmesser 1 Meter auch die halben Sofas, der angefahrene Laternenmast sogar mit Hinweis auf den potentiellen Verursacher, Kinderwagen, Einkaufswagen oder Reifen mit Felgen, ohne Felgen oder neben Felgen. Das Sortiment ist bunt und gleichermaßen ärgerlich.
Kosten
Denn die Kosten für jeden Einsatz der Stadtwerke trägt die Allgemeinheit. So fallen für Anfahrt, Beseitigung, Rückfahrt und Entsorgung durchschnittlich zwischen 100 Euro und 150 Euro an. Bei größeren Ablagerungen mit entsprechend notwendigem Fahrzeugeinsatz können die Kosten durchaus in einen 4-stelligenden Bereich gehen.
Wie geht's richtig
Zudem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Unrat und Überflüssiges ordentlich zu entsorgen. Da bietet sich nicht nur der neue Wertstoffhof an, sondern auch die Kompostierungsanlage oder die regelmäßig angebotene Schadstoffentsorgung. Großteile und Unhandliches können für den Sperrmüll angemeldet werden und der eigene Hausmüll wird ebenfalls vor der Haustür abgeholt.
Hinweise und Anregungen
Über den Mängelmelder werden aber nicht nur Müllablagerungen oder Schäden an die Stadtwerke weitergegeben, sondern auch Anregungen beispielsweise zu einer Ampelschaltung, zum entdeckten Eichenprozessionsspinnernest oder einem fehlenden Ortsschild. Zumeist ist die Meldung kurz und bündig, aber präzise. Manchmal muss auch ein „tot“ oder „kaputt“ den Mitarbeitenden der Stadtwerke zur Orientierung reichen und da ist es gut, wenn der „Fundort“ auf der Karte im AEM markiert wurde. Die Meldungen werden unmittelbar gemacht oder erst, wenn sich die Meldende schon geraume Zeit geärgert haben. Wichtig ist aber vor allen Dingen, dass die Meldungen überhaupt eingehen, denn so sorgen automatisierte Prozesse und schnelle Reaktionszeiten für Abhilfe. Dann ist „AEM“ nicht nur die Abkürzung für Anregungs- und Ereignismanagement, sondern der Aufruf für „Alle Einfach Mitmachen“.
