Hitzewelle

Auf dieser Seite finden Sie konkrete Hinweise und Verhaltenstipps für Hitzewellen. 


Definition Hitzewelle

Laut dem Deutschen Wetterdienst ist eine Hitzewelle "eine mehrtägige Periode mit ungewöhnlich hoher thermischer Belastung". Eine Hitzewelle ist ein Extremereignis, welches die Gesundheit insbesondere von alten und kranken Menschen, die Ökosysteme und die Infrastruktur schädigen kann.


Stufen der Hitzewarnung

Es gibt zwei Warnstufen: 

1.      Warnung vor einer "starken Wärmebelastung" - gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag > 32°C 

2.      Warnung vor einer "extremen Wärmebelastung" - gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag > 38°C

Als weiteres Kriterium wird die nächtliche Temperatur von Innenräumen herangezogen. Bleibt die Nacht zu warm, verschlechtert sich die Schlafqualität. Dadurch wird die Hitze tagsüber schlechter verkraftet. 


Grundregeln bei Hitzewarnung

Bei aktiven Hitzewarnungen gelten drei Grundregeln:

1. Hitze meiden

  • Nicht in die direkte Sonne gehen
  • In der heißesten Zeit (nachmittags) nicht nach draußen gehen
  • Körperliche Aktivität im Freien auf die frühen Morgenstunden verschieben

 

2. Körper kühl halten auf Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr achten

  • Ausreichend und regelmäßig trinken, an heißen Tagen ist der Flüssigkeitsbedarf deutlich erhöht
  • Kühle Dusche oder ein kühles Bad nehmen
  • Auch kalte Arm- und Fußbäder wirken entlastend
  • Luftige, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung tragen
  • Auf Alkohol verzichten
  • Leichtes Essen bevorzugen


3. Wohnung kühl halten

  • Lüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen
  • Räume vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
  • Kühlere Orte in der Nähe suchen - z.B. 
    • schattige Plätze in Parks 
    • Kirchen
    • klimatisierte öffentliche Gebäude
    • Einkaufszentren oder ähnliches

 

 

Ältere, pflegebedürftige und kranke Menschen

Für ältere Menschen ergeben sich höhere Risiken, da das Herz-Kreislauf System die Wärme nicht mehr so gut zur Körperoberfläche transportieren kann. Auch die Fähigkeit zu schwitzen sowie das Durstempfinden nehmen ab. Durch nicht ausgeglichenen Flüssigkeitsverlust verringert sich das Blutvolumen, was zu Blutdruckabfall führen kann und das Schwitzen noch weiter erschwert. Folglich steigt die Körpertemperatur – ein Hitzschlag ist möglich. 

Auch Menschen mit folgenden Problemen sind besonders anfällig für Hitzeerkrankungen:

  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Einschränkung der Nierenfunktion
  • Diabetes
  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems
  • Psychische Störungen
  • Medikamenteneinnahme


Falls Sie selbst eine hilfsbedürftige Person sind oder Sie sich um hilfs- oder pflegebedürftige Personen kümmern, achten Sie darauf, dass die oben stehenden drei Grundregeln eingehalten werden. Wenn sich bei Ihnen oder bei anderen ungewöhnliche Gesundheitsprobleme wie zum Beispiel Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen oder Erbrechen einstellen, kontaktieren Sie einen Arzt. 

Neben den allgemeinen Empfehlungen gilt daher besonders: 

  • Raumtemperatur sollte 26 °C nicht überschreiten
  • Temperatur im Tagesverlauf mehrmals überprüfen
  • Leichtes Essen 
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Hitzebedingte Anpassungen des Medikamentenplans durch Hausärztin oder der Hausarzt
  • Für Babys statt Einwegwindeln mit Plastikfolie eine Netzhose mit Einlage verwenden
  • Körpertemperatur sollte 37 °C nicht übersteigen
  • Für kühlende Waschungen oder Handbäder lauwarmes Wasser verwenden
  • Auf Veränderungen im Verhalten der Personen wie Unruhe, Benommenheit oder Verwirrtheit achten 

 


Tipps & Infos