Grünflächenpflege in großem Stil

Der heimische Garten wird gehegt, gepflegt, gemäht, gegossen und gelegentlich auch umgestaltet. Je nach Größe ist der Aufwand überschaubar oder enorm. Ein 19-köpfiges Team des Bauhofs der Stadtwerke Rodgau kümmert sich um einen etwa 741 000 qm großen „Garten“. Dazu gehören die bekannten öffentlichen Grünflächen im Stadtgebiet, die Rodaupflege, Sportplätze, Brückenrampen und -böschungen sowie die Unterhaltung der Spielplätze. Damit nicht genug, denn auch Friedhöfe, Gräben, Regenüberlaufbecken, Versickerungsmulden sowie die Flächen der Kläranlage fallen unter die Aufgabe der Grünflächenpflege. Das sind übrigens noch einmal 214 000 qm. Hier kommen stets neue Bereiche hinzu. So wurden am Standesamt weitere Stauden und Solitärpflanzen gesetzt, entsiegelte Verkehrsinseln begrünt oder im Zusammenhang mit der kreisweiten Aktion „Vergissmeinnicht“ Beete umgestaltet. Bei der Pflanzenauswahl wird nicht nur auf Hitze- und Trockenheitsresistenz, sondern auch auf den Pflegeaufwand geachtet. Die Pflanzen sollen über das Jahr nicht nur biodivers und „nützlich“ für Bienen und Insekten sein, sondern auch das menschliche Auge erfreuen. Trockene Gräser haben auch im Winter einen Ziereffekt und die Verkehrssicherheit, hier insbesondere das Einsehen von Straßen, wird selbstverständlich auch beachtet. Wurde die Pflege in der Vergangenheit größtenteils von externen Fachfirmen übernommen, verfolgt die Stadt seit 2020 bewusst das Ziel, diese Aufgaben schrittweise stärker in kommunale Verantwortung zu überführen. Damit soll eine höhere Flexibilität in der Grünpflege erreicht werden. So kann das Team schneller auf unterschiedliche Wachstumsphasen oder Wetterbedingungen und durch flexible Anpassung der Pflegeeinsätze auf aktuelle Anforderungen im Stadtgebiet regieren. Parallel zur Übertragung der Pflegeleistungen wurde die personelle Ausstattung des Bauhofes schrittweise an den gewachsenen Aufgabenumfang angepasst. Mit zusätzlichen Einstellungen, gezielten internen Qualifizierungsmaßnahmen und der Ausbildung eigener Gärtnerinnen und Gärtner seit 2022 konnte der Bauhof seine Leistungsfähigkeit deutlich steigern. Er ist heute in der Lage, die übernommenen Aufgaben auf einem starken fachlichen Niveau zu erfüllen. Ein weiterer wichtiger Baustein für die Effizienzsteigerung war die gezielte Beschaffung moderner Maschinen und Arbeitsgeräte. Hier seien beispielhaft die Aufrüstung eines vorhandenen Fahrzeuges mit einer Wildkrautbürste und einem Heckenschneider mit Mulch-Funktion genannt. Durch diese Investitionen konnten Arbeitsabläufe optimiert und Pflegearbeiten wirtschaftlicher durchgeführt werden. Gleichzeitig wird damit die Qualität der Pflege langfristig gesichert. Durch die Bündelung der Aufgaben innerhalb der kommunalen Struktur entstehen so insgesamt Synergieeffekte bei der Einsatzplanung, bei der Nutzung von Maschinen und Geräten sowie bei der Koordination der Arbeitsabläufe. Und das nicht nur im Sommer, sondern auch während der Wintermonate. Die Maschinen können umgerüstet und das Bestandspersonal eingesetzt werden, wenn es darum geht, schnell auf Schnee oder Glätte reagieren zu müssen. Bis dato kann ein positives Fazit gezogen werden. Mannschaft und Maschinen in einer Hand zu haben, heißt Aufgaben fachlich sinnvoll, organisatorisch effizient und wirtschaftlich tragfähig wahrnehmen zu können. Damit ist der Bauhof der Stadtwerke Rodgau ein wichtiger Baustein im Stadtgefüge und Teil des Fundaments für ein gepflegtes, attraktives und lebenswertes Umfeld für die Menschen in Rodgau.