Städtische Jugendarbeit erhält Fördermittel aus „Jugend er-leben“

Mit dem Förderprogramm „Jugend er-leben“ unterstützt die Hessische Landesregierung die Kommunen dabei, zusätzliche Angebote in der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Schulsozialarbeit umzusetzen. Auch die Jugendarbeit der Stadt Rodgau profitiert von den Fördermitteln und setzt damit derzeit vier Projekte um, die Bewegung, Gesundheit, Kreativität und Gemeinschaft verbinden. Im Rahmen des Kochprojektes „Virale Gerichte“ im Jugendhaus Dudenhofen setzen sich die Jugendlichen gemeinsam mit aktuellen Food-Trends und dem Thema Ernährung auseinander. Gemeinsam werden Zutaten und Rezepte kennengelernt, Gerichte zubereitet und anschließend zusammen gegessen. Neben dem Spaß am Kochen stehen dabei Gemeinschaft, Ernährungsbewusstsein und der bewusste Umgang mit Lebensmitteln und deren Kosten im Mittelpunkt. Gleichzeitig werden Selbstständigkeit und praktische Alltagskompetenzen gefördert. Ebenfalls im Jugendhaus findet der „Girls Hip-Hop / K-Pop Tanzworkshop“ statt, der Freizeit, Bewegung und mentale Gesundheit verbindet. Über Tanz erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, Gefühle auszudrücken und sich mit Selbstwahrnehmung, Körpergefühl und Selbstvertrauen auseinanderzusetzen. Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um Freude an Bewegung und darum, einen sicheren Raum für Ausdruck, Begegnung und Austausch zu schaffen. Das Angebot stärkt Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen und bietet eine niedrigschwellige Möglichkeit zur aktiven Freizeitgestaltung. Das Yoga-Projekt im Jugendtreff Jügesheim stellt Gesundheit und Wohlbefinden in den Mittelpunkt. Bei dem niedrigschwelligen Angebot geht es um Körperwahrnehmung, Entspannung und einen bewussten Umgang mit Stress. Die Jugendlichen können verschiedene Übungen ausprobieren, eigene Grenzen wahrnehmen und erfahren, wie Bewegung, Atmung und Entspannung zur Stabilisierung und Selbstfürsorge beitragen können. Gleichzeitig werden Gemeinschaft, Gesundheitsbewusstsein und ein respektvoller Umgang miteinander gestärkt. In der Werkstatt des Treffs steht das gemeinsame praktische und kreative Arbeiten im Mittelpunkt. Zusammen mit den Jugendlichen entstehen verschiedene handwerkliche Projekte, darunter ein V8-Motor-Tisch und ein individuell gestalteter Spiegel. Die Jugendlichen können und sollen eigene Ideen einbringen, handwerkliche Fähigkeiten ausprobieren und gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Dabei werden neben Kreativität auch Teamarbeit und Selbstständigkeit gefördert. Die Angebote zeigen, wie vielfältig und lebensnah Jugendarbeit gestaltet werden kann. Ob beim gemeinsamen Kochen, beim Tanzen, bei Yoga oder beim handwerklichen Gestalten. Die Projekte bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, sich auszuprobieren, eigene Interessen und Stärken zu entdecken und gemeinsam mit anderen etwas zu schaffen. Gerade die niedrigschwelligen Angebote bieten dabei einen wichtigen Zugang zur Jugendarbeit. Sie ermöglichen Jugendlichen unabhängig von ihren Erfahrungen, Neues auszuprobieren und positive Erfahrungen zu sammeln. Mit den durch „Jugend er-leben“ ermöglichten Projekten setzt die Jugendarbeit damit ein Zeichen für eine vielfältige und bedarfsgerechte Angebotsgestaltung. 


Das Programm „Jugend er-Leben“ knüpft an das Förderprogramm „Aufholen nach Corona“ an und nimmt die aktuellen Herausforderungen und Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in den Blick. Für die Jahre 2025 und 2026 stellt das Land Hessen den 33 hessischen Jugendämtern insgesamt eine Million Euro zur Verfügung, die an die Kommunen weitergeleitet werden. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit und Resilienz, Freizeit, Jugendpartizipation, Sozialkompetenz und Demokratiefähigkeit. Rodgau erhält eine Fördersumme von 3576,91 Euro.