Waschbär-Sichtungen in Rodgau
In der Vergangenheit gab es immer mal eine Meldung über Waschbären im Kreis Offenbach, doch in letzter Zeit häufen sich diese Meldungen. Auch in Rodgau gab es schon Sichtungsmeldungen und in jüngster Zeit auch Schäden durch diese scheinbar possierlichen Tierchen. Mülltonnen werden ausgeräumt, Rasenflächen auf der Suche nach Nahrung durchwühlt, das eigentlich für das Haustier bereitgestellte Futter wird gefressen und schnell ist auch mal ein Dachboden oder eine Gartenhütte als Wohnort ausgewählt.
Invasive Art
Waschbären gelten als invasive Art und breiten sich immer weiter aus. Schätzungen zufolge leben bis zu zwei Millionen Waschbären in Deutschland. Da es keine natürlichen Feinde gibt, gehen Experten davon aus, dass sie nie mehr aus heimischen Gefilden verschwinden werden. Da Waschbären Allesfresser sind, ernähren sie sich nicht nur von Amphibien, Reptilien, Insekten, Würmen und Schnecken, auch Obst wird gerne gefressen. Außerdem plündern sie Vogelnester und machen auch vor Fledermäusen und jungen Vögeln keinen Halt.
Vorbeugende Maßnahmen draußen
Dort wo bereits Waschbären gesichtet wurden, empfiehlt die Stadt Rodgau vorbeugende Maßnahmen gegen die nachtaktiven Tiere zu treffen. Wo Waschbären leicht Nahrung finden, werden sie dadurch schnell angelockt und fühlen sich wohl. Daher ist es wichtig, dass am Haus kein Nahrungsangebot zu finden ist. Daher sollten Mülltonnen gegen öffnen gesichert sein, z.B. mit einem schweren Stein oder speziellen Klemmen und gefüllte gelbe Säcke nicht frei herumliegen. Auch Obstbäume gehören zu den beliebten Fressstationen. Hier kann, bei einem festgestellten Befall, der Stamm mit Blechringen gesichert werden, damit der Waschbär nicht mehr in den Baum klettern kann und das Fallobst sollte öfters entfernt werden. Auf Komposthaufen sollten keine Essensreste entsorgt werden und das Futter für die Haustiere sollte nicht Draußen stehen bleiben.
Tipps für das Haus
Damit die Kleinbären nicht ungewollt im Haus einziehen, wird empfohlen, Äste von Bäumen und Sträuchern so zu schneiden, dass ein ausreichender Abstand zum Haus besteht um ein rüber klettern zu verhindern. Fallrohre können wie bei den Bäumen mit glatten Manschetten gesichert werden. Gartenhäuser und Garagen sind ein beliebter Wohnort und sollten daher immer geschlossen sein. Katzenklappen laden auch auf einen Besuch ein, daher empfiehlt sich hier diese z.B. mit einem Chipzugang zu sichern.
Allgemeine Hinweise
Außerdem wird empfohlen Abstand zu halten. Waschbären sind Wildtiere und oft mit Flöhen, Läusen und Zecken befallen, können Krankheiten übertragen und auch beißen. Kothaufen sollten nur mit Handschuhen angefasst werden, da sie die Eier des auch für Menschen gefährlichen Waschbärspulwurms enthalten können. Für die Abwehr oder Beseitigung von Waschbären sind grundsätzlich die Eigentümerinnen und Eigentümer der betroffenen Grundstücke zuständig. Da Waschbären dem Jagdrecht unterliegen, dürfen sie nur von berechtigten Personen gefangen oder getötet werden. Dies sind in der Regel die örtlichen Jagdpächter oder Schädlingsbekämpfer.
