Vom diesjährigen starken Befall mit der Raupe des Eichenprozessionsspinners bleibt auch die Stadt Rodgau nicht verschont. Die Meldungen häufen sich und im Stadtgebiet zeigt sich vermehrt der Befall von Eichen mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners. An den bekannten Bäumen, die bereits in den vergangenen Jahren einen Befall aufgewiesen haben, werden im Vorfeld Präventivmaßnahmen ergriffen, die eine Besiedelung durch die Eichenprozessionsspinnerraupe verhindern sollen. Damit wurden in den vergangenen Jahren bereits gute Erfahrungen gemacht. Dennoch kann es vorkommen, dass teilweise nicht nur vereinzelte Nester am Baum hängen, sondern auch fast der komplette Baum von den Raupen bevölkert wird. Sobald der Stadt Rodgau ein Verdachtsfall gemeldet wird, werden die Bäume kontrolliert und vorhandenen Nester an städtischen Bäumen von einer Fachfirma unter Einsatz von Schutzausrüstung entfernt. Allerdings ist es nicht immer möglich alle Nester aus einem Baum zu entfernen, da diese trotz Einsatz einer Hubarbeitsbühne und modernster Technik unerreichbar bleiben. Die Stadt weist daher auf die derzeit bestehende Gefahr hin und bittet die Bürger um erhöhte Vorsicht im Bereich von Eichen. Die Raupen oder deren Nester, die wie kleine Säcke gespinstartig an Baumstämmen oder unter Astgabeln hängen, sollen auf keinen Fall berührt werden. Die Brennhaare der Raupen können schwere allergische Reaktionen wie Hautausschläge, Reizung der Schleimhäute und Augen oder Atembeschwerden auslösen. Für den Menschen gefährlich sind hauptsächlich die Haare des dritten Larvenstadiums von ca. Mai bis Juli, jedoch bleiben die alten Larvenhäute in den Gespinstnestern zurück und bilden daher auch über diesen Zeitraum hinaus die Gefahr einer allergischen Reaktion. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass trotz intensiver Kontrollen nicht alle befallenen Bäume im Stadtgebiet bekannt sind und eine Bekämpfung auch nur innerhalb der Bebauung an stark frequentierten und besonderen Orten wie zum Beispiel Waldspielplätzen und Waldfreizeitanlagen durchgeführt wird. Es wird daher empfohlen im Bereich von Eichen an den Waldrändern sowie vor allem bei alleinstehenden Bäumen im Offenland derzeit vorsichtig zu sein und bei einem festgestellten Befall das Umfeld zu meiden. Meldungen über Sichtungen mit genauem Standort und idealerweise mit Bild können an den Fachbereich Grünflächen und Forst, Mailadresse gruen@rodgau.de gesendet werden.
