Wappen der Stadt Rodgau
 
Newsticker
Europawahl - Wer möchte Wahlhelferin oder Wahlhelfer werden?
Für die Durchführung der Europawahl am 26. Mai werden in Rodgau für die Besetzung von 31 allgemeinen Wahllokalen und acht Briefwahllokalen wieder rund 270 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt. Gewählt wird am Wahlsonntag von 8 bis 18 Uhr. ... (mehr)
Es werde Licht - Märchenabend für Erwachsene
Mit Beginn des neuen Jahres werden die Tage wieder länger, das Licht kehrt zurück. Unter diesem Motto lädt der Rodgauer Märchenerzähler Christian Mayer-Glauninger am 29. Januar, 19 Uhr, in die Stadtbücherei Nieder-Roden am Puiseauxplatz ein. ... (mehr)
Holocaustgedenktag 27. Januar 2019
„Für mich ist völlig unwichtig, wer er wirklich war und warum er das für uns getan hat, was wirklich zählt, ist das Leben.“, sagte Ryszard Horowitz, ein sogenannter „Schindlerjude“. Anlässlich des Holocaustgedenktages lädt ... (mehr)
Wohnraumhilfe bei der Stadt Rodgau
Seit August letzten Jahres besteht im Rathaus Rodgau die Wohnraumhilfe. Zeit für ein erstes, kurzes Resümee. Die steigenden Mieten und der immer enger werdende Wohnungsmarkt bringen viele Mieter an ihre finanzielle Belastungsgrenze. Oftmals ... (mehr)

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Fürsorgliche Begleitung auf dem letzten Weg 24.02.2015 


Stadt Rodgau spendet 20 000 Euro für erstes Kreis Hospiz

Im Kreis Offenbach gibt es bisher kein stationäres Hospiz zur Sterbebegleitung. Doch das soll sich bis zum Jahr 2017 dank des Engagements der Hospiz Stiftung Rotary Rodgau ändern. Das ambitionierte Projekt in der mit rund 44 000 Einwohnern größten Kreiskommune kostet allerdings eine Investitionssumme von mindestens 2 000 000 Euro, das durch Spenden zusammenkommen soll. 20 000 Euro hat jetzt die Stadt Rodgau als Zustiftung für die Hospiz Stiftung gespendet. Einstimmig hatten die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 13. Oktober vergangenen Jahres beschlossen, die Initiative der Rodgauer Rotarier zu unterstützen. Die Stadtverwaltung sucht momentan einen geeigneten Standort in Rodgau und hat dazu Vorschläge unterbreitet, deren Machbarkeit derzeit von den Planungsbehörden geprüft wird. Bürgermeister Jürgen Hoffmann bestätigte, dass die Rotarier im richtigen Moment die Initiative übernommen haben. Denn der Bedarf an Hospizbetten ist groß. Deshalb muss etwas getan werden. Dass sich die Rotarier um den Rodgauer Standort bemühen ist nur konsequent. Liegt doch Rodgau zwischen den drei medizinischen Schnittstellen Langen, Seligenstadt und Offenbach. Die von den Rotariern ermittelten Zahlen sprechen zudem eine klare Sprache. Derzeit sterben im Kreis jährlich 3 000 Menschen, in der Stadt Offenbach 1 200. Eine Zahl, die sich in den kommenden 15 Jahren auf rund 6 000 Menschen erhöht und den dringenden Bedarf für ein stationäres Hospiz verdeutlicht. Bei den bestehenden Hospizen in den Städten Offenbach, Frankfurt und Hanau bestehen Wartelisten. Dr. Nikos Stergiou als Vorsitzender, Herbert Sahm als Schatzmeister und Dr. Philipp Geis als zweiter Vorsitzender der Stiftung, nahmen den Scheck von Bürgermeister Jürgen Hoffmann und Stadtrat Michael Schüssler im Rodgauer Rathaus entgegen. Stergiou freute sich, dass nun auch die öffentlichen Hände trotz klammer Kassen die Hospizstiftung unterstützen. Die Stadt Rodgau ist die erste Kommune, die den Schritt geht und die Rotarier unterstützt. Weitere Gespräche stehen in den nächsten Monaten mit den Bürgermeister/innen der Kreisgemeinden bevor. Auch der Kreis Offenbach hat sich bereit erklärt, vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien, die Stiftung zu unterstützen. Schließlich gehe es darum, unheilbar kranke Menschen, deren häusliche Pflege nicht gesichert sei, aufzunehmen und sie fürsorglich und liebevoll auf ihrem letzten Weg zu begleiten, sagte Stergiou. Hospiz-Schatzmeister Herbert Sahm konnte bestätigen, dass mit dieser Zustiftung das Kapital der Stiftung auf über 170 000 Euro anwächst. Das ist eine schöne Dynamik, die aber auch notwendig ist. Immerhin soll das Stiftungskapital auf 1 000 000 Euro bis zum Jahr 2017 aufgestockt werden. Die Verantwortlichen rechnen mit einer Investition von zwei Millionen Euro. Als Partner konnte die Stiftung Initiative Werte Stipendium gewonnen werden, die sich ebenfalls mit einer Million beteiligt. Dr. Philipp Geis führte aus: „Die Idee für das Projekt entstand vor gut zwei Jahren in den Reihen des Rotary Clubs Rodgau. Die knapp 30 Mitglieder stifteten 56 000 Euro. Die Stiftung wurde im Juni 2014 genehmigt. Jetzt benötigen wir genügend Unterstützer die erkennen, dass es eine Notwendigkeit gibt, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Mit den ambulanten Hospizgruppen stehen wir bereits in einem guten Kontakt und wünschen ein breites Netzwerk mit Ehrenamtlichen des Kreises Offenbach. Das deckt sich mit dem Wunsch der Mission Leben, die das Hospiz mit 12 Betten betreiben und eng mit den ambulanten Kräften zusammenarbeiten möchten.“