Wappen der Stadt Rodgau
 
Newsticker
Das Strandbad startet in die neue Saison mit buntem Programm und vielen Neuerungen
Auch wenn die derzeitigen Temperaturen noch lange nichts vom Sommer ahnen lassen... er wird kommen! Optimistisch startet das Team des Standbades Rodgau am 27. April in die neue Saison und hat dafür ein abwechslungsreiches ... (mehr)
Doppelspitze der Stadtwerke komplett
Stefan Lambert ist seit dem 15. April neuer Betriebsleiter mit technischem Schwerpunkt der Stadtwerke Rodgau. Gemeinsam mit Markus Ebel-Waldmann wird er zukünftig die Geschicke der Stadtwerke Rodgau leiten. Stefan Lambert war zuvor ... (mehr)
Musiker für Monotones-Medley zum Stadtfest gesucht.
Zum 40-jährigen Jubiläum der Stadtrechte Rodgaus hat die Stadt Rodgau ein Auftrags-Arrangement für Bläserbesetzung erstellen lassen, welches demnächst allen Rodgauer Musikgruppen kostenlos zur Verfügung gestellt wird und in der Umsetzung durch die ... (mehr)
Ferienspiele eröffnet
Vier Tage Spaß am Stück haben 66 Kinder bei den städtischen Ferienspielen im und um das Jugendhaus in Dudenhofen herum. Zehn Betreuer gestalten mit den Kids die Tage bis zum Osterfest und bieten eine Schnitzeljagd, das ... (mehr)
Kulturpreis 2019
Die Stadt Rodgau bittet Rodgauer*innen, Vereine und Kulturinitiativen um Vorschläge für den Kulturpreis 2019. Der Kulturpreis wird für eine bereits erbrachte, herausragende kulturelle Leistung vergeben. Er strebt die Anerkennung und Förderung von Personen ... (mehr)

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Die Geschichte des Rodgaus

 

Steieners Buch über die Geschichte des Rodgaus

Der großherzogliche hessische Historiograph J. W. Chr. Steiner begann sein 1833 erschienenes Buch über die Geschichte und Alterthümer des Rodgaus mit folgender Einleitung:

"Der Rodgau, die alterthümliche Benennung jener Maingegend, zu welcher man heutiges Tags die Dörfer Niederroden, Dudenhofen, Jügesheim, Hainhausen, Rembrücken, Weiskirchen, Lämmerspiel, Hausen zählt, war zur Zeit der Gauverfassung eine weit größere Strecke Landes, als jetzt unter diesem Rodgaue (Ruggau im gemeinen Munde) verstanden wird. Er erstreckte sich fast über den größten Teil der Gegend des heutigen Kreises Offenbach, oder über die ehemaligen Centen und Ämter Seligenstadt, Steinheim, Heusenstamm, theilweise auch Dieburg und Offenbach".

 

Hügelgrabfunde aus Nieder-Roden
Grabfunde aus der Hügelgräber- und Urnenfelderzeit, 1977-1985 in Nieder-Roden ausgegraben - heute im Dreieich-Museum.

Dass diese stark bewaldete Gegend schon 1600 bis 600 v.Chr. besiedelt war, lassen Funde aus keltischer Zeit, der Hügelgräber- und Urnenfelderkultur, vermuten. Auch die Römer hielten sich hier auf. Bei Hainhausen entdeckte man 1821 ein römisches Grab, in dem neben einem Schwert und weiterer Gegenstände aus Erz auch die Bruchstücke mehrerer Urnen aus feiner grünlicher und weißer Keramik gefunden wurden. Römer und Alemannen stritten um das Gebiet. Erst der Rückzug der Römer um 260 n.Chr. ermöglichte erste fränkische Besiedlungen. Etwa zur Zeit Karls des Großen gründeten Nonnen in der Nähe von Ober- und Nieder-Roden das Kloster "Rotaha", das durch eine Schenkung 786 n.Chr. an das Kloster Lorsch ging. Die Urkunde über diesen Besitzwechsel ist als Abschrift im Lorscher Kodex erhalten und stellt den frühesten schriftlichen Beleg der Besiedlung des Rodgaus dar.

Der Rodgau, längst keine Verwaltungseinheit sondern nur noch eine Landschaftsbezeichnung, gab der 1977 durch Zusammenschluss entstandenen Großgemeinde und späteren Stadt (ab 1979) den Namen Rodgau. Die 1896 eröffnete Eisenbahnstrecke von Offenbach nach Reinheim, bis Ober-Roden längst zur S1 ausgebaut, wurde von Beginn an "Rodgaubahn" genannt, bezogen auf die Gemarkung, die sie erschloss.