Im Rahmen der Demenz-Informationsreihe lädt die städtische Seniorenberatung in Kooperation mit der Leitstelle Älterwerden Angehörige von Demenzerkrankten und alle Interessierten ein, 8-10 Stationen des Demenzparcours auszuprobieren. Dabei erhalten sie Einblicke in das Erleben von Betroffenen. Der Parcours kann am Mittwoch, 15. April, von 10:00 bis 18:00 Uhr, und am Donnerstag, 16. April, von 10:00 bis 16:00 Uhr besucht werden. Demenz ist eine Erkrankung, die das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt und vor allem ältere Menschen betreffen kann. Wie fühlt sich das an? Wie verändert sich der Alltag, welche Herausforderungen und Barrieren entstehen? Die jeweiligen Stationen simulieren die Lebensrealität von Menschen mit Demenz. Sie thematisieren alltägliche Aufgaben wie Ankleiden, Kochen, Einkaufen oder die Orientierung im Straßenverkehr und lassen die entstehenden Schwierigkeiten spürbar werden. Ziel des von „Hands-on Dementia“ entwickelten Selbstversuch-Parcours ist es, das Verständnis für die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz zu fördern. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen ein größeres Einfühlungsvermögen entwickeln, um Betroffene besser zu unterstützen und ihnen positive Lebensenergie zu vermitteln. Zur Verfügung gestellt wird der Parcours von der Leitstelle Älterwerden des Kreises Offenbach. Ebenfalls am Donnerstag, 16. April, findet der Vortrag „Der medizinische Hintergrund von Demenz – Diagnose und Therapie“ von 18:00 bis 20:00 Uhr statt. Der Oberbegriff „Demenz“ umfasst verschiedene Erkrankungsmuster. Christian Seifried, Facharzt für Neurologie/Geriatrie, gibt einen groben Überblick über die häufigsten Demenzformen, deren Symptome und Therapiemöglichkeiten. Sowohl der Demenzparcours als auch der Vortrag finden im Stadtverordnetensitzungssaal, Rathaus, Hintergasse 15, statt. Die Angebote sind kostenfrei und es ist keine Anmeldung erforderlich. Fragen beantwortet Tina Taffet, Seniorenberatung, Telefon 06106 639-1233.
