1.000 Straßenleuchten auf LED-Technik umgestellt

1.000 Straßenleuchten wurden im gesamten Stadtgebiet auf LED-Technologie einschließlich einer neuen Steuerungstechnik umgerüstet. Damit setzt die Stadt Rodgau im Rahmen der Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz die Fördermaßnahme „Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld“ im Förderbereich der zeit- bzw. präsenzabhängig geregelten Außen- und Straßenbeleuchtung um. Für das Vorhaben erhält die Stadt Rodgau eine Zuwendung aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundes. Die Förderquote beträgt 25 Prozent. Gefördert werden Anlagenkomponenten von Beleuchtungsanlagen für Verkehrsflächen und verkehrsberuhigte Flächen mit einer Regelungstechnik, die eine zonenweise, zeit- oder präsenzabhängige Beleuchtung ermöglicht. In der Regel werden dabei mindestens zwei unterschiedliche Verkehrsflächen (für den Kraftfahrzeug-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr) und/oder bei Bedarf auch zusätzliche zu beleuchtende Begrenzungsflächen, wie Hausfassaden, Grünstreifen und Vorgärten berücksichtigt. Voraussetzungen für die Bewilligung der Maßnahme ist der Nachweis der Treibhausgaseinsparung von mindestens 50 Prozent für die zu installierenden Anlagenkomponenten. Diese bestehen aus einem Leuchtenkopf sowie Steuer- und Regelungstechnik. Nach Abschluss der Maßnahme Ende Februar erwarten die Stadtwerke Rodgau eine jährliche Stromeinsparung aller Leuchtensysteme von 187.821 kWh, das bedeutet eine durchschnittliche Stromeinsparung von 63,95 Prozent. Die damit verbundene CO2-Einsparung nach 20 Jahren beträgt 1.638 t. Alleine die Neuanlagen an den Hauptverkehrsstraßen verbrauchen durch die Umrüstung und Regelung/Steuerung zukünftig nur noch eine Energiemenge von 6.796,80 kWh pro Jahr statt wie bisher 18.691,20 kWh/a. „Mit der Erneuerung der Straßenbeleuchtung ist es uns gelungen, nicht nur einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zur Entlastung des städtischen Haushaltes zu erreichen.“, freut sich Bürgermeister Max Breitenbach. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Die Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab. Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtung. In Kommunen und im kommunalen Umfeld liegen große Potenziale zur Minderung von Treibhausgasen. Mit der Kommunalrichtlinie wird die im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative bestehende Förderung des kommunalen Klimaschutzes weiterentwickelt und fortgesetzt. Bis 2045 soll in Deutschland Treibhausgasneutralität hergestellt werden. Ziel ist es deshalb, bis 2030 die Treibhausgasemissionen nun um mindestens 65 Prozent und bis 2040 um mindestens 88 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren.