Ältere Menschen haben oft ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis, fühlen sich jedoch im Alltag häufig durch Kriminalitätsformen wie Trickdiebstahl oder Haustürgeschäfte bedroht. Um dieser Zielgruppe kompetente Unterstützung auf Augenhöhe zu bieten, freut sich die Stadt Rodgau, drei frisch ausgebildete „Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren“ (SfS) vorstellen zu können. Sie sind die ersten ihrer Art, da es solche Sicherheitsberatenden bisher noch nicht gab. In einer mehrtägigen Schulung durch das Polizeipräsidium Südosthessen wurden im November drei engagierte Bürger aus Rodgau für diese wichtige Aufgabe qualifiziert. Das Besondere: Alle drei neuen Berater sind aktive Mitglieder der Bürgerhilfe Rodgau und bringen somit bereits eine enge Vernetzung innerhalb der Stadt mit. Gerda Kloidt, Peter Kley und Michael Weis bieten kompetente Hilfe für Seniorinnen und Senioren. Das Projekt basiert auf dem Prinzip der Multiplikatoren: Ehrenamtliche, die aus eigener Erfahrung die Sorgen ihrer Altersgruppe kennen, informieren über Kriminalitätsprävention und Unfallrisiken. Sie fungieren als direkte Ansprechpartner im Wohnumfeld und bei Veranstaltungen. Erste Stadträtin Janika Martin betont die Bedeutung dieses Engagements: „Sicherheit im Alter ist ein hohes Gut. Ich freue mich sehr, dass wir mit den neuen Sicherheitsberatern eine Brücke zwischen der Polizei und unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern schlagen können. Ihr ehrenamtlicher Einsatz trägt maßgeblich dazu bei, dass sich Senioren in Rodgau gut informiert und sicher fühlen können.“ Die Stadt Rodgau wird das Projekt tatkräftig unterstützen: In den kommenden Monaten plant die städtische Seniorenberatung bereits gemeinsame Informationsveranstaltungen und Vorträge zusammen mit den neuen Sicherheitsberatern, um das subjektive Sicherheitsempfinden der Seniorinnen und Senioren in Rodgau nachhaltig zu stärken. Interessenten, die sich ebenfalls für das Programm engagieren möchten, können sich für künftige Schulungsmaßnahmen initiativ an die Stadtverwaltung wenden.
