Die städtische Seniorenberatung lädt im Juni und Juli zu Vorträgen ein und bietet zudem eine interessante „aktive“ Ausstellung zum Thema Demenz an. Demenz ist eine Erkrankung, die das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt und vor allem ältere Menschen betreffen kann. Doch trotz der Veränderungen bleibt der Mensch hinter der Krankheit einzigartig und verdient es, mit Würde und Respekt behandelt zu werden. Der diesjährige Welt-Alzheimertag steht unter dem Motto „Demenz – Mensch sein und bleiben“. Er wirbt darum, den Herausforderungen gemeinsam als Familie, im Freundeskreis aber auch als Gesellschaft zu begegnen. Den Menschen als Persönlichkeit zu sehen und nicht nur durch seine Krankheit zu definieren, ist nicht einfach. Die erkrankten Menschen benötigen Pflege und Unterstützung, was emotional und körperlich für die pflegenden Angehörigen herausfordernd sein kann. Insbesondere die verbale Kommunikation miteinander kann schwerer werden, aber auch Empathie und einfache Gesten wie Lächeln oder Berührungen können einen Kontakt herstellen. Eine Gesellschaft, die Menschen mit Demenz versteht und nicht isoliert, ist notwendig. Sensibilisierung und Aufklärung können Vorurteile abbauen und ein respektvolles Umfeld schaffen. Hier möchte die Stadt mit ihrem Angebot ansetzen. Den Auftakt macht ein Vortrag mit dem Titel „Vorsorge für alle Fälle: Wie Sie Konflikte vermeiden und rechtzeitig vorsorgen.“ am 26. Juni. Notar Roland Bergfeld und Wirtschaftsmediator Gerhart Flothow, Hans und Ilse-Breuer-Stiftung, befassen sich mit den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament und warum es so wichtig ist, diese Dokumente frühzeitig zu erstellen. Sie skizzieren nicht nur die erforderlichen Schritte zur Erstellung der Doku¬mente, sondern erläutern die häufigsten Konflikte und Probleme, die auftreten können, wenn solche Vorsorgeregelungen nicht rechtzeitig getroffen werden. Dieses Angebot ist besonders an Menschen mit Demenz und deren Angehörigen, die spezielle Herausforderungen bei der Vorsorgeplanung haben, ausgerichtet. Der Vortrag bietet einen klaren Überblick über den gesamten Prozess von der ersten Idee bis zur finalen Beurkundung. Der Vortrag findet von 18 bis 20 Uhr im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses, Hintergasse 15, statt. Der Besuch ist kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zusätzlich zu diesem ersten Vortrag stehen ein Demenzparcours ab 8. Juli bis 10. Juli und zwei weitere Vorträge am 15. und 17. Juli auf dem Plan. Hier stehen dann unterschiedliche Aspekte des eigenen Erlebens, der Kommunikation und des Umgangs mit an Demenz erkrankten Menschen im Fokus.