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08.12.2020

Teichsanierung an der Gänsbrüh

Der Gänsbrüh an der Waldfreizeitanlage in Dudenhofen macht herabfallendes Laub, aber auch die in diesem Gewässer zunehmende Gänsepopulation zu schaffen. Das stinkt dem Teich gewaltig und genau dieser Umstand war für jeden in diesem Sommer riechbar. Der Geruch sind Faulgase, die durch den Zerfall der organischen Stoffe entstehen. Das ist kein gänzlich unbekanntes Phänomen. Bislang war machte aber der Zustand des Weihers eine sogenannte Entschlammung nicht zwingend notwendig. Dennoch hat die Stadtverwaltung nun zusammen mit einem Gewässerökologen eine Strategie zur Teichsanierung entwickelt und wird diese in den nächsten Wochen umsetzen. Warum jetzt? Es wird für die kommenden Jahre nicht damit zu rechnen sein, dass sich der Zustand der Gänsbrüh ohne Hilfe von außen soweit verbessert, dass sie möglichst optimale ökologischen Qualitäten aufweist. Qualitäten, die beispielsweise Amphibien brauchen, um dort heimisch zu werden. Nun wird die Gänsbrüh also im ersten Schritt der Sanierung „gewintert“. Dazu wird zunächst das Wasser abgepumpt, vorhandene Fische durch Experten abgefischt und in andere Seen umgesiedelt. Im Anschluss wird teilweise das eingetragene Material sowie Unrat und Totholz entfernt. Der restliche schlammige Boden kann dann über Winter austrocknen und bietet so eventuell dort überwinterten Amphibien noch ausreichend Schutz. Nach der Winterung des Gewässers, sollte eine allmähliche Befüllung des Weihers aus Oberflächen- und Grundwasserzufluss von selbst erfolgen, so dass der Weiher im Frühjahr wieder mit Wasser befüllt ist. Falls im Frühjahr nicht ausreichend Wasser auf natürlichem Wege in den Teich kommt, wird eine externe Befüllung veranlasst. Spaziergänger sollten sich also nicht wundern, wenn in der Gänsbrüh kein oder nur wenig Wasser ist - das soll genau so sein.