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23.02.2021

Anflugverfahren soll weiter erprobt werden

Mit „Segmented Approach“ wird ein Anflugverfahren auf den Frankfurter Flughafen bezeichnet. Dieses hat zum Ziel, den Fluglärm bei Betriebsrichtung West hauptsächlich in Offenbach und Hanau zu verringern. Die Flugzeuge werden über andere Städte „umgeleitet“ und dort erhöht sich der Fluglärm entsprechend. Dieses Anflugverfahren wird seit Jahren nachts getestet und die Tests sollen nun ab 1. März auf den Tag ausgeweitet werden. Damit sind die Flugzeuge über diesen besonderen Kurs von 5 bis 7 Uhr, 13 bis 18 Uhr und 20 bis 23 Uhr unterwegs. Die Wahrnehmung einer Lärmbelästigung durch Flugverkehr hat sich im Corona-Jahr natürlich positiv verändert. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das aber nicht so bleiben. Spätestens wenn zu einer Reisetätigkeit wie in Vor-Corona-Zeiten zurückgekehrt wird, nehmen Flugbewegungen und Fluglärm zu. Zudem stehen am Frankfurter Flughafen Veränderungen mit einer Inbetriebnahme des Terminal 3 an, von denen heute noch niemand weiß, wie sie sich auf die gesamte Region auswirken. „Umso mehr müssen wir uns auch weiterhin für unsere Einwohnerinnen und Einwohner einsetzen und uns Gehör verschaffen.“, sagt Bürgermeister Hoffmann und bleibt bei der Forderung, nicht nur über eine Lärmverteilung nachzudenken. Vielmehr müssen Alternativen mit dem Ziel einer dauerhaften Entlastung der betroffenen Städte gefunden werden. Rodgau wird genau hinsehen und sich dabei auf Daten aus der Fluglärmmessstation in Weiskirchen berufen können. Wird mit der ganztägigen Erprobung des gestaffelten Anflugs am 1.März begonnen, liegen bereits erste Daten am Ende des Monats vor. Spätestens Ende des 2. Quartals können genauere, messbare Ergebnisse betrachtet werden und eine Veränderung durch den Probebetrieb könnte festgestellt werden.