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12.11.2019

40 Jahre und kein bisschen leise

Isolde Sattler schaut auf 40 Jahre Tätigkeit im öffentlichen Dienst zurück und dieses seltene Jubiläum konnte sie gemeinsam mit vielen Wegbegleitern bei der Stadt Rodgau feiern. Beim Blick auf ihren Lebenslauf stolpert man über ihre erste berufliche Station im Einzelhandel. Recht ungewöhnlich für eine, die im Beruf der Erzieherin arbeiten wollte, aber damals gab es einen derartigen Überschuss an Kolleginnen, dass sich so manche erst einmal „artfremd“ ihre Brötchen verdienen musste. Heutzutage unvorstellbar. Isolde Sattler ist aber nicht nur Erziehrein, sondern bereits seit Jahren auch engagierte Personalrätin und Gewerkschaftsvertreterin. Alle drei Bereiche eint der Umgang mit Menschen in verschiedenen Lebenssituationen, mit ganz unterschiedlichen Wünschen und auch Ansprüchen, der Notwendigkeit fortlaufender Weiterbildung und einem gehörigen Maß an Empathie. Diese besonderen Eigenschaften sprechen Isolde Sattler nicht nur ihre Vorgesetzten, sondern auch die Kolleg*innen, die Kinder und die Eltern zu. Und eine weitere macht das Bild Jubilarin komplett: Sie neigt nicht dazu, ein Blatt vor den Mund zu nehmen oder von großer Schüchternheit zu sein. Nein, vielmehr erhebt sie ihre Stimme stellvertretend für andere und hält ihren Gesprächspartnern den Spiegel vor, was nicht immer einfach, aber doch stets zielführend ist und zur Entscheidungsfindung beiträgt. Und so schloss Isolde Sattler selbst den Redereigen zu ihrem Jubiläum mit den Wort, die nachdenklich machen und eine klare Botschaft enthalten: „Ja, ich weiß, dass ich unbequem bin und es hat lange gedauert, mir das zu erarbeiten und heute eine selbstbewusste Erzieherin zu sei.“ Sie hofft, dass ihre Kollegen das für sich auch so sehen und sie endlich die Anerkennung erhalten, die Menschen in diesem Beruf verdienen.

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