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Schwerpunkt Fotografie auf der RODGAU ART 10.10.2017 


Über die Frage, ob Fotografie auch Kunst ist, wurde lange diskutiert. Obwohl die Fotografie schon 1839 erfunden wurde, stellte erst 1929 das Museum for Modern Art in New York eine eigene Abteilung der Fotokunst zur Verfügung. In die meisten anderen Kunstmuseen weltweit zog die Fotografie als Kunst etwa ab den 1950er Jahren ein. Weil man von einem Foto mehrere Abzüge machen kann, wurde beispielsweise die Einzigartigkeit des Objektes in Frage gestellt. Diskutiert wird heutzutage nicht mehr, die Motive der Fotografie sind so vielfältig wie die der Malerei und Fotokunst ist längst eine anerkannte Fachrichtung. Ob analog oder digital gearbeitet wird, entscheidet jeder Fotokünstler für sich. Auch Art und Umfang der Nachbearbeitung ist individuell. Ob der Fokus mehr auf dem künstlerischen Auge, dem besonderen Blick fürs Motiv oder einer raffinierten technischen Nachbearbeitung liegt, zeigt sich in den jeweiligen Bildern. Diese unterschiedlichen Schwerpunkte bieten die 12 Fotokünstler auf der RODGAU ART vom 27. bis 29. Oktober im Bürgerhaus Nieder Roden, versammelt in der Halle von Stand H1 bis H12. Auch das Werkstattgespräch am Sonntag, 29. Oktober um 11.30 Uhr widmet sich dem Thema „Dokumentieren und Inszenieren – über Fotografie“. Kulturdezernent Winno Sahm wird mit drei Fotografen der Ausstellung die künstlerischen Aspekte der Fotografie erörtern. Weitere erhellende Informationen über die ausgestellte Kunst im Detail und Kunst im Allgemeinen, erfahren die Besucher bei den kostenlosen Führungen mit Winno Sahm am Sonntag um 14 Uhr und um 16 Uhr. Kunst zum Mitmachen bietet Joachim Harbut vor dem Bürgerhaus. Der Kunstschmied erarbeitet zusammen mit Jugendlichen von KULTinklusiv und engagierten Bürgern eine soziale Plastik zum Thema Kultur und Theater. Das entstandene Werk soll auf der Garage am Bürgerhaus, die derzeit vom Künstler Herbert Fröhlich bemalt wird, platziert werden. Eine rege Teilnahme der Besucher am Samstag und Sonntag ist erwünscht. Es darf geschweißt und gehämmert werden. Und jeder kann etwas aus seinem Haushalt dazu beitragen: Altmetall, Schrott, altes Spielzeug, Handtaschen, wertloser Schmuck, alte Töpfe und ähnliches kann in die Bürgerplastik eingearbeitet werden. Die Gegenstände können ab Samstag, 28. Oktober zum Bürgerhaus gebracht werden. Insgesamt stellen 76 Künstler auf der diesjährigen RODGAU ART aus, darunter viele aus Rodgau und etwa die Hälfte zum allerersten Mal in Rodgau. Auf der Bühne wird die HFG Studentin Ulrike Markus eine begehbare Installation aus Papier zeigen, ihre Studienkollegin Brenda Lien zeigt in Wohnzimmeratmosphäre Animationsfilme. Die Autorenfilmerin und Musikkomponistin ist mehrfache Preisträgerin von Film- und Musikwettbewerben. Sie hat bereits an einigen internationalen Filmfestivals teilgenommen und war in diesem Jahr in der Kategorie Kurzfilm an der Berlinale nominiert. Große und kleine Skulpturen aus verschiedenen Materialien, abstrakte und gegenständliche Malerei, filigrane Zeichnungen, zarte Aquarelle und Textilkunst sind abwechslungsreich auf der Ausstellung vertreten. Alle Werke gibt es auch zu kaufen. Eine gute Gelegenheit sich ein Original Kunstwerk zuzulegen. Die Plakat-und Kataloggestaltung mit dem Titelmotiv von Lothar Steckenreiter erfolgte wie in den letzten Jahren bewährt durch stolzdesign in Nieder Roden. Für Speis und Trank während der Ausstellung sorgen die Damen des SOS Helferkreises in gewohnt charmanter Weise. Die Vernissage, musikalisch begleitet von Rainer Zoll, findet am Freitag, 27. Oktober um 19 Uhr im Bürgerhaus Nieder Roden, Römerstraße 15 statt.

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