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11.02.2020

Wildbienenhotels in anderer Form

Nachdem inzwischen zehn große Wildbienenhotels mit Informationstafeln auf öffentlichen Flächen im Stadtgebiet, verteilt auf alle Stadtteile, aufgebaut wurden, entstehen im Frühjahr dort nun auch einige kleine Blühflächen, um die Insekten anzulocken. Vier kleinere Wildbienenhotels befinden sich in städtischen Kindertagesstätten und bieten dort Erzieherinnen und Kindern die Möglichkeit zur Beobachtung und Betreuung. Blühende, dekorative Topfpflanzen könne rund um das Hotel nicht nur ein attraktives Umfeld für Wildbienen schaffen. Zurzeit entstehen elf neue Wildbienenhotels ganz anderer Art. Auf etwa zwei bis zweieinhalb Meter Länge geschnittene, gut abgelagerte Laubbaumstämme werden erst einmal entrindet und anschließend fein geschliffen. Im Anschluss daran erhält eine Stammseite Bohrlöcher unterschiedlicher Größe, die zum Abschluss noch einmal geglättet werden. Die Stämme haben einen Durchmesser von etwa 20-30 cm und werden nach Fertigstellung ebenfalls im Stadtgebiet aufgestellt. Mit diesem Sonderprojekt möchte die Stadt Rodgau dem Insektensterben mit Wohn- und Fressangeboten entgegenwirken und gleichzeitig Beispiele liefern, wie einfach es sein kann, im eigenen Umfeld etwas zu tun. Selbst auf kleinem Raum wie einem Balkon haben insektenfreundliche Pflanzen sowie kleine Wildbienenhotels Platz. Der Erhalt der Artenvielfalt sollte jedem am Herzen liegen und so wundert es doch sehr, dass bereits erste Beschädigungen gemeldet wurden: Auf der Düne von Dudenhofen ist das Informationsschild herunter gerissen und zerknickt, der Pfosten des Wildbienenhotels zeigt Trittspuren und der Schutzdraht ist verbogen. Solches Verhalten ist nicht nur völlig sinnfrei, sondern kann auch dazu führen, dass derartige Projekte nicht wiederholt werden können.

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