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08.10.2019

Matthias Reuter wird Kleinkünstler, wenn er groß ist - Kabarett mit Klavier

Matthias Reuter gastiert am Freitag, 18. Oktober, um 20 Uhr mit seinem bereits fünften Kabarettprogramm „Wenn ich groß bin, werd ich Kleinkünstler“ im großen Saal des Bürgerhauses Nieder-Roden, Römerstraße 15. Auf die Frage „Was möchtest Du mal werden, wenn du groß bist“ antwortete Matthias Reuter als Kind meist mit der Gegenfrage „Wie groß muss das denn genau sein?“ Man muss es ja nicht übertreiben. Darum ist er heute auch Kleinkünstler, denn er weiß: Humor ist oft eine Frage der Perspektive. Und von unten nach oben lacht es sich viel herzlicher als umgekehrt. Warum trotzdem alle dauernd nach oben wollen, hat er nie verstanden. So bleibt er am Boden und besieht sich von dort aus die Vorturner, Vorbilder und Vordenker des Landes. Er hat Verständnis dafür, dass laut Umfragen ausgerechnet Günther Jauch das größte Vorbild der Deutschen ist, denn der gibt im Gegensatz zur Kanzlerin zumindest öffentlich zu, dass er mehr Fragen hat als Antworten. Das ist bei vielen nicht so. Sokrates sagte noch selbstkritisch: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Diese Zeiten sind vorbei. Heute präsentiert einem jeder die einzige und alleinige Wahrheit. Und da ist Vorsicht geboten. Denn Leute, die immer die Wahrheit kennen, haben sie sich meist selbst ausgedacht. Dieses Kabarettprogramm ist jedenfalls von vorne bis hinten erfunden. Matthias Reuter kennt die Wahrheit auch nicht. Aber seine erfundenen Geschichten kommen oftmals nah dran. Dafür ist er bislang einige Male mit lustig klingenden Kabarettpreisen ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Publikumspreis des Reinheimer Satirelöwen 2017, aber auch z.B. mit der Jurypreis-Kappe des Wettbewerbs Tegtmeiers Erben im Jahr 2011. Studiert hat er auch: Germanistik auf Magister, also Kleinkunst-Fachabitur. Und seit 2010 kann er davon leben - bis 2070 muss er davon leben -sagt sein Rentenbescheid. Karten sind im Vorverkauf ab 16 Euro in der Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt in der Alten Apotheke, Schwesternstraße 10, sowie im Internet unter www.frankfurtticket.de zu bekommen. Restkarten können an der Abendkasse ab 19 Uhr erworben werden.

Pressezitate zum Programm:

„Trotz der vielen Lacher erzeugenden Stellen in seinem Programm bleibt der Mann aus Oberhausen stets auf der hohen Ebene hintersinniger Gedanken, oft gepaart mit tiefschwarzem Humor der feinsten Art.“ (Badisches Tagblatt, 11.12.2017)

„Zum Schluss sitzt Matthias Reuter einfach nur da und tut das, was er auch so manchem politischen Stammtischschwätzer empfiehlt: Er verschweigt seine dummen Gedanken. 50 seien es an der Zahl. Und glücklicherweise hat er in den knapp zwei Stunden zuvor gefühlt fünfmal fünfzig herrliche, skurrile, erhellende, weise und nachdenklich stimmende Gedanken kundgetan. (…) Kaum jemand schafft es derzeit, bundesdeutsche Wirklichkeit derart treffend in abstrusen Szenarien zu überzeichnen wie der Germanist mit Ruhrpott-Bindung“ (WAZ, Juni 2016)

„Reuter versteht es, zwischen Quatsch und Blues mit feinem, leisen Humor Dingen auf den Grund zu gehen, die selbst im Kabarett seltenst entlarvt werden.“ (WAZ, Februar 2015)

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