Wappen der Stadt Rodgau
 
Newsticker
Das Strandbad startet in die neue Saison mit buntem Programm und vielen Neuerungen
Auch wenn die derzeitigen Temperaturen noch lange nichts vom Sommer ahnen lassen... er wird kommen! Optimistisch startet das Team des Standbades Rodgau am 27. April in die neue Saison und hat dafür ein abwechslungsreiches ... (mehr)
Doppelspitze der Stadtwerke komplett
Stefan Lambert ist seit dem 15. April neuer Betriebsleiter mit technischem Schwerpunkt der Stadtwerke Rodgau. Gemeinsam mit Markus Ebel-Waldmann wird er zukünftig die Geschicke der Stadtwerke Rodgau leiten. Stefan Lambert war zuvor ... (mehr)
Musiker für Monotones-Medley zum Stadtfest gesucht.
Zum 40-jährigen Jubiläum der Stadtrechte Rodgaus hat die Stadt Rodgau ein Auftrags-Arrangement für Bläserbesetzung erstellen lassen, welches demnächst allen Rodgauer Musikgruppen kostenlos zur Verfügung gestellt wird und in der Umsetzung durch die ... (mehr)
Ferienspiele eröffnet
Vier Tage Spaß am Stück haben 66 Kinder bei den städtischen Ferienspielen im und um das Jugendhaus in Dudenhofen herum. Zehn Betreuer gestalten mit den Kids die Tage bis zum Osterfest und bieten eine Schnitzeljagd, das ... (mehr)
Kulturpreis 2019
Die Stadt Rodgau bittet Rodgauer*innen, Vereine und Kulturinitiativen um Vorschläge für den Kulturpreis 2019. Der Kulturpreis wird für eine bereits erbrachte, herausragende kulturelle Leistung vergeben. Er strebt die Anerkennung und Förderung von Personen ... (mehr)

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Hexenjagd 11.09.2018 


Der brandaktuelle Klassiker von Arthur Miller über Fanatismus, Massenwahn und individuelle Verantwortung steht in der Inszenierung von Volkmar Kamm am Samstag, 22. September um 20 Uhr im Bürgerhaus Nieder-Roden, Römerstraße 15, auf dem Programm. In dieser Tournee-Produktion des EURO-STUDIO Landgraf stehen unter anderem Wolfgang Seidenberg, Carsten Klemm, Iris Boss, Hannah Prasse auf der Bühne. Das Bühnenbild gestalteten Volkmar Kamm und Rolf Spahn, die Kostüme stammen von Marie Landgraf. „Überall dort, wo die Ablehnung des politischen Gegners grausame Formen annimmt, wo man ihn misshandelt und austilgt, weil man in ihm nicht mehr den Menschen sehen kann – überall dort wirkt auch in unserem Jahrhundert der alte Hexenwahn.“, so Arthur Miller. Millers als Historienspiel daherkommende Parabel auf die antikommunistische Gesinnungsschnüffelei im Amerika der 1950er Jahre feiert 2018 ihr 65-jähriges Jubiläum – und ist dabei brandaktuell. Nicht nur, dass die Verfolgung und Verunglimpfung des politischen Gegners in vielen Weltgegenden weiterhin gang und gäbe ist – auch der Begriff „Hexenjagd“ wird heute beispielsweise vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump gerne inflationär gebraucht, um legitime Kritik unglaubwürdig zu machen und eine funktionierende rechtsstaatliche Kontrolle der Exekutive zu untergraben. Da ist es angebracht, sich von Miller vor Augen führen zu lassen, was eine „Hexenjagd“ tatsächlich ausmacht: Nämlich die Irrationalität der Vorwürfe, die Unmöglichkeit der Verteidigung – und die Denunziation als Grundlage des Verfahrens. Worum geht es? In seiner Fiktionalisierung der Hexenprozesse von Salem 1692 exerziert Arthur Miller beispielhaft alle Mechanismen des Massenwahns durch: Ein nächtlicher Tanz pubertierender Mädchen bietet den eigentlich geringfügigen Anlass, an dem sich alles entzündet. Der Puritanismus des 17. Jahrhunderts steht stellvertretend für jede restriktive Ideologie, die jedes Verhalten abseits der Norm sanktioniert und rationale Erklärungen nicht zulässt. Und Richter Danforths Hexengericht illustriert das perfide System der Denunziation, in dem der Beschuldigte sich nur retten kann, indem er andere denunziert. Mit John Proctor, der in die Prozesse hineingezogen wird, als die Anführerin der angeblich besessenen Mädchen seine Frau der Hexerei bezichtigt, bietet Miller dem Zuschauer eine starke Identifikationsfigur. Hin- und hergerissen zwischen eigener Schuld und persönlicher Verantwortung, zwischen Angst und Überzeugung, Lüge und Wahrheit, muss Proctor sich entscheiden das Richtige zu tun. Karten sind im Vorverkauf für ab 19 Euro in der Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt in der Alten Apotheke, Schwesternstraße 10, sowie im Internet unter www.frankfurtticket.de zu bekommen. Die Abendkasse ist am Aufführungstag ab 19 Uhr geöffnet.