Wappen der Stadt Rodgau
 
Newsticker
Rodgau 16plus Infoabend im Jugendhaus Dudenhofen
Durch das Qualifizierungsprojekt „Rodgau 16plus“ wurden schon sehr viele Jugendliche aus Rodgau und anderen Kommunen des Kreises Offenbach in Ausbildung und weiterführende Schulen vermittelt. Das Projekt bietet kontinuierlich die Perspektive für junge ... (mehr)
VHS Rodgau sucht Trainer
Die vhs Rodgau sucht zum kommenden Frühjahrssemester eine/-n lizensierte/-n Zumba-Instructor und eine/-n lizensierte/-n Pilatestrainer/-in. Die Trainer können einen bestehenden Kurs fortführen oder Kurse nach ihren Zeitvorstellungen frei planen. Wer Spaß am Umgang ... (mehr)
Pippi plündert den Weihnachtsbaum
Eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte für die ganze Familie steht auf dem Theaterprogramm am Samstag, 24. November, um 15 Uhr im Bürgerhaus Nieder-Roden, Römerstraße 15. Das Theater auf Tour gastiert dort mit „Pippi plündert den Weihnachtsbaum“, einem ... (mehr)
Energietag unter dem Sternenlicht des Rodgauer Adventsmarktes
Herzlich Willkommen und eingeladen sind alle Rodgauer mit ihren Familien und Kindern zum Energietag, der am Samstag, 1. Dezember, unter dem Sternenlicht des Rodgauer Adventsmarktes in der Zeit von 14 bis 19 Uhr stattfindet. Inhaltlich hat ... (mehr)
6. Rodgauer Adventsmarkt in Jügesheim läutet die Vorweihnachtszeit ein
Beim „Rodgauer Adventsmarkt“ rund um die Kirche St. Nikolaus und das Rathaus in Jügesheim finden alle, die die Adventszeit stressfrei beginnen möchten, den passenden Auftakt. Der diesjährige Adventsmarkt öffnet vom 28. November bis ... (mehr)

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Hexenjagd 11.09.2018 


Der brandaktuelle Klassiker von Arthur Miller über Fanatismus, Massenwahn und individuelle Verantwortung steht in der Inszenierung von Volkmar Kamm am Samstag, 22. September um 20 Uhr im Bürgerhaus Nieder-Roden, Römerstraße 15, auf dem Programm. In dieser Tournee-Produktion des EURO-STUDIO Landgraf stehen unter anderem Wolfgang Seidenberg, Carsten Klemm, Iris Boss, Hannah Prasse auf der Bühne. Das Bühnenbild gestalteten Volkmar Kamm und Rolf Spahn, die Kostüme stammen von Marie Landgraf. „Überall dort, wo die Ablehnung des politischen Gegners grausame Formen annimmt, wo man ihn misshandelt und austilgt, weil man in ihm nicht mehr den Menschen sehen kann – überall dort wirkt auch in unserem Jahrhundert der alte Hexenwahn.“, so Arthur Miller. Millers als Historienspiel daherkommende Parabel auf die antikommunistische Gesinnungsschnüffelei im Amerika der 1950er Jahre feiert 2018 ihr 65-jähriges Jubiläum – und ist dabei brandaktuell. Nicht nur, dass die Verfolgung und Verunglimpfung des politischen Gegners in vielen Weltgegenden weiterhin gang und gäbe ist – auch der Begriff „Hexenjagd“ wird heute beispielsweise vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump gerne inflationär gebraucht, um legitime Kritik unglaubwürdig zu machen und eine funktionierende rechtsstaatliche Kontrolle der Exekutive zu untergraben. Da ist es angebracht, sich von Miller vor Augen führen zu lassen, was eine „Hexenjagd“ tatsächlich ausmacht: Nämlich die Irrationalität der Vorwürfe, die Unmöglichkeit der Verteidigung – und die Denunziation als Grundlage des Verfahrens. Worum geht es? In seiner Fiktionalisierung der Hexenprozesse von Salem 1692 exerziert Arthur Miller beispielhaft alle Mechanismen des Massenwahns durch: Ein nächtlicher Tanz pubertierender Mädchen bietet den eigentlich geringfügigen Anlass, an dem sich alles entzündet. Der Puritanismus des 17. Jahrhunderts steht stellvertretend für jede restriktive Ideologie, die jedes Verhalten abseits der Norm sanktioniert und rationale Erklärungen nicht zulässt. Und Richter Danforths Hexengericht illustriert das perfide System der Denunziation, in dem der Beschuldigte sich nur retten kann, indem er andere denunziert. Mit John Proctor, der in die Prozesse hineingezogen wird, als die Anführerin der angeblich besessenen Mädchen seine Frau der Hexerei bezichtigt, bietet Miller dem Zuschauer eine starke Identifikationsfigur. Hin- und hergerissen zwischen eigener Schuld und persönlicher Verantwortung, zwischen Angst und Überzeugung, Lüge und Wahrheit, muss Proctor sich entscheiden das Richtige zu tun. Karten sind im Vorverkauf für ab 19 Euro in der Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt in der Alten Apotheke, Schwesternstraße 10, sowie im Internet unter www.frankfurtticket.de zu bekommen. Die Abendkasse ist am Aufführungstag ab 19 Uhr geöffnet.