Update: Umweltschaden in der Rodau

Für den immensen Umweltschaden in der Rodau, bei dem der Fischbesatz nahezu komplett vernichtet wurde, könnte eine Einleitung von Tensiden verantwortlich sein. Die inzwischen ausgewerteten Proben ergaben eine stark erhöhte Konzentration dieser zum Beispiel in Wasch- oder Reinigungsmitteln vorkommende Substanz. Die Einleitung der Tenside ist nach heutigem Kenntnisstand in Nieder-Roden in unmittelbarer Nähe des Gewerbegebietes erfolgt. Das Gewerbegebiet Nieder-Roden wird im sogenannten Trennsystem entwässert. Dabei wird das entstehende Oberflächenwasser, z.B. durch Regen, über einen separaten Kanal direkt in die Rodau entwässert. Das Abwasser aus Haushalten und Gewerbebetrieben gelangt über einen zweiten, vom ersten völlig unabhängigen Kanal in die Kläranlage zur Aufbereitung. Dieses Abwasser fließt nicht in die Rodau. Was passiert jetzt noch? In den nächsten Tagen werden noch auffindbare, tote Fische aus der Rodau geborgen. Zudem erfolgen weitere Beprobungen der Rodau an verschiedenen Stellen. So wird die Konzentration der Tenside gemessen. Die Rodau hat sich hoffentlich alsbald wieder beruhigt und kehrt zu ihrem Normalzustand zurück. Da die beschriebene Oberflächenentwässerung und nicht nur vermeintlich „sauberes“ Regenwasser die Rodau füllt, ist dieser „Normalzustand“, dass die Rodau weder Trinkwasser- oder Badequalität hat. Das galt vor und auch nach dem Vorfall vom vergangen Dienstag und sollte bei jedem Besuch des Baches beachtet werden.