Wappen der Stadt Rodgau
 
Newsticker
Start in die neue Badesaison am Strandbad
Das Strandbad ist fit für den Sommer und startet am 26. April in die neue Badesaison. Bürgermeister Jürgen Hoffmann eröffnet um 10 Uhr offiziell das Bad und ehrt gleich im Anschluss traditionell die Schwimmer der DLRG ... (mehr)
Gemeinschaftsausstellung in der Seniorenresidenz
Die Künstlerinnen Yvonne Trittel aus Rodgau Nieder Roden und Cyreille Heinz aus Rodgau Dudenhofen zeigen seit Anfang April ihre Werke gemeinsam in der Seniorenresidenz in Nieder Roden in der Frankfurter Straße 78-80. Angeregt durch ... (mehr)
Jahrbuch für Rodgau in Arbeit
Das Jahrbuch für Rodgau wird zurzeit redaktionell überarbeitet und aktualisiert. Aus diesem Grund werden Informationen gesammelt, die ihre Verarbeitung in den unterschiedlichen Rubriken finden. Die städtische Presse- und Informationsstelle bittet insbesondere Vereine, ... (mehr)
Rodgau zeigt Farbe am Tag des offenen Denkmals
Der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ am 14. September steht in diesem Jahr unter dem Thema „Farbe“. In dieses Universalthema lässt sich eine ganze Menge packen: Kunst am Bau, Gestaltung von Gärten oder aber auch ... (mehr)
Happy Aktion
Die Gruppe First Choice des Rodgauer Tanzsport Clubs hat sich an der Happy Aktion (Song Happy von Pharell Williams) beteiligt. Sie haben an verschiedenen Orten in Rodgau auf den Song getanzt und ein ansprechendes ... (mehr)

 

Seiteninhalt

Die Geschichte des Rodgaus

 

Steieners Buch über die Geschichte des Rodgaus

Der großherzogliche hessische Historiograph J. W. Chr. Steiner begann sein 1833 erschienenes Buch über die Geschichte und Alterthümer des Rodgaus mit folgender Einleitung:

"Der Rodgau, die alterthümliche Benennung jener Maingegend, zu welcher man heutiges Tags die Dörfer Niederroden, Dudenhofen, Jügesheim, Hainhausen, Rembrücken, Weiskirchen, Lämmerspiel, Hausen zählt, war zur Zeit der Gauverfassung eine weit größere Strecke Landes, als jetzt unter diesem Rodgaue (Ruggau im gemeinen Munde) verstanden wird. Er erstreckte sich fast über den größten Teil der Gegend des heutigen Kreises Offenbach, oder über die ehemaligen Centen und Ämter Seligenstadt, Steinheim, Heusenstamm, theilweise auch Dieburg und Offenbach".

 

Hügelgrabfunde aus Nieder-Roden
Grabfunde aus der Hügelgräber- und Urnenfelderzeit, 1977-1985 in Nieder-Roden ausgegraben - heute im Dreieich-Museum.

Dass diese stark bewaldete Gegend schon 1600 bis 600 v.Chr. besiedelt war, lassen Funde aus keltischer Zeit, der Hügelgräber- und Urnenfelderkultur, vermuten. Auch die Römer hielten sich hier auf. Bei Hainhausen entdeckte man 1821 ein römisches Grab, in dem neben einem Schwert und weiterer Gegenstände aus Erz auch die Bruchstücke mehrerer Urnen aus feiner grünlicher und weißer Keramik gefunden wurden. Römer und Alemannen stritten um das Gebiet. Erst der Rückzug der Römer um 260 n.Chr. ermöglichte erste fränkische Besiedlungen. Etwa zur Zeit Karls des Großen gründeten Nonnen in der Nähe von Ober- und Nieder-Roden das Kloster "Rotaha", das durch eine Schenkung 786 n.Chr. an das Kloster Lorsch ging. Die Urkunde über diesen Besitzwechsel ist als Abschrift im Lorscher Kodex erhalten und stellt den frühesten schriftlichen Beleg der Besiedlung des Rodgaus dar.

Der Rodgau, längst keine Verwaltungseinheit sondern nur noch eine Landschaftsbezeichnung, gab der 1977 durch Zusammenschluss entstandenen Großgemeinde und späteren Stadt (ab 1979) den Namen Rodgau. Die 1896 eröffnete Eisenbahnstrecke von Offenbach nach Reinheim, bis Ober-Roden längst zur S1 ausgebaut, wurde von Beginn an "Rodgaubahn" genannt, bezogen auf die Gemarkung, die sie erschloss.