Wappen der Stadt Rodgau
 
Newsticker
Fürsorgliche Begleitung auf dem letzten Weg
Stadt Rodgau spendet 20 000 Euro für erstes Kreis Hospiz
Im Kreis Offenbach gibt es bisher kein stationäres Hospiz zur Sterbebegleitung. Doch das soll sich bis zum Jahr 2017 dank des Engagements der Hospiz ... (mehr)
Ostermarkt im Bürgerhaus Nieder-Roden
Der beliebte Ostermarkt findet am Samstag, 7. März von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, 8. März von 11 bis 17 Uhr im Bürgerhaus Nieder-Roden, Römerstraße, statt. Nach der Eröffnung des Marktes am Samstag um 14 Uhr singt der Kinderchor unter der ... (mehr)
Kompostierungsanlage wieder geöffnet
Die Kompostierungsanlage in Rodgau öffnet am 2. März wieder ihre Tore und steht damit bis Dezember regelmäßig an drei Wochentagen für die Rodgauer Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Öffnungszeiten sind in den Frühlings- und Sommermonaten ... (mehr)
Rodgauer Demenz Sprechstunde
Das Gesetz der Pflegeversicherung hat den Anspruch auf die sogenannten zusätzlichen Betreuungsleistungen seit dem 1. Juli 2008 neu geregelt. Diese Betreuungsleistungen sind für pflegebedürftige Menschen mit und ohne Pflegestufe geschaffen worden, die ... (mehr)
Rathaus und Außenstellen geschlossen
Die jährliche Personalversammlung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung findet am 05. März von 8 bis 12 Uhr statt. Aus diesem Grund sind sowohl das Rathaus als auch alle städtischen Außenstellen während dieser ... (mehr)
Anleinpflicht für Hunde während der Setz-, Brut- und Aufzuchtzeit
Die Stadt Rodgau weist auch in diesem Jahr wieder auf die Verordnung über den Leinenzwang für alle Hunde und die Aufsichtspflicht für andere Tiere hin. Die dort geregelte Anleinpflicht gilt während der ... (mehr)

 

Seiteninhalt

Die Geschichte des Rodgaus

 

Steieners Buch über die Geschichte des Rodgaus

Der großherzogliche hessische Historiograph J. W. Chr. Steiner begann sein 1833 erschienenes Buch über die Geschichte und Alterthümer des Rodgaus mit folgender Einleitung:

"Der Rodgau, die alterthümliche Benennung jener Maingegend, zu welcher man heutiges Tags die Dörfer Niederroden, Dudenhofen, Jügesheim, Hainhausen, Rembrücken, Weiskirchen, Lämmerspiel, Hausen zählt, war zur Zeit der Gauverfassung eine weit größere Strecke Landes, als jetzt unter diesem Rodgaue (Ruggau im gemeinen Munde) verstanden wird. Er erstreckte sich fast über den größten Teil der Gegend des heutigen Kreises Offenbach, oder über die ehemaligen Centen und Ämter Seligenstadt, Steinheim, Heusenstamm, theilweise auch Dieburg und Offenbach".

 

Hügelgrabfunde aus Nieder-Roden
Grabfunde aus der Hügelgräber- und Urnenfelderzeit, 1977-1985 in Nieder-Roden ausgegraben - heute im Dreieich-Museum.

Dass diese stark bewaldete Gegend schon 1600 bis 600 v.Chr. besiedelt war, lassen Funde aus keltischer Zeit, der Hügelgräber- und Urnenfelderkultur, vermuten. Auch die Römer hielten sich hier auf. Bei Hainhausen entdeckte man 1821 ein römisches Grab, in dem neben einem Schwert und weiterer Gegenstände aus Erz auch die Bruchstücke mehrerer Urnen aus feiner grünlicher und weißer Keramik gefunden wurden. Römer und Alemannen stritten um das Gebiet. Erst der Rückzug der Römer um 260 n.Chr. ermöglichte erste fränkische Besiedlungen. Etwa zur Zeit Karls des Großen gründeten Nonnen in der Nähe von Ober- und Nieder-Roden das Kloster "Rotaha", das durch eine Schenkung 786 n.Chr. an das Kloster Lorsch ging. Die Urkunde über diesen Besitzwechsel ist als Abschrift im Lorscher Kodex erhalten und stellt den frühesten schriftlichen Beleg der Besiedlung des Rodgaus dar.

Der Rodgau, längst keine Verwaltungseinheit sondern nur noch eine Landschaftsbezeichnung, gab der 1977 durch Zusammenschluss entstandenen Großgemeinde und späteren Stadt (ab 1979) den Namen Rodgau. Die 1896 eröffnete Eisenbahnstrecke von Offenbach nach Reinheim, bis Ober-Roden längst zur S1 ausgebaut, wurde von Beginn an "Rodgaubahn" genannt, bezogen auf die Gemarkung, die sie erschloss.